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Pressespiegel - The Museum in the media

 

Nahe-Zeitung, Idar-Oberstein, 22.10.2005

Sammlung "europäischen Rangs"

Sonderschau im Deutschen Edelsteinmuseum zeigt die Briefmarkensammlung "Edelsteine und Mineral" in neuem Gewand

Eine der wohl umfangreichsten und vollständigsten Briefmarkensammlungen Europas zum Thema "Minerale und Edelsteine" befindet sich im Besitz des Museums unterhalb der Felsenkirche, dem sie von Alfred Peth, dem früheren Vorsitzenden der Heimatfreunde, gestiftet wurde. Nachdem die bis dahin in einem eigenen Raum präsentierte Sammlung durch eine Umgestaltung ins Magazin kam, wird sie jetzt noch bis zum 26. Februar im Deutschen Edelsteinmuseum gezeigt.

IDAR-OBERSTEIN. "Das ist ein lehrreiches Hobby, dadurch lernt man Länder und ihre Währungen, aber auch ihre Städte und Landschaften kennen." So hatte einst der Onkel des kleinen Alfred Peth dem Neffen gut zugesprochen, als der beim Stöbern in alten Unterlagen der Firma des Onkels, der Edelsteinschleiferei F.E. Treibs, auch eine Menge Briefumschläge aus aller Welt entdeckte. Die Leidenschaft war geweckt und kam auch nicht durch den Krieg, bei dem ein großer Teil seiner Sammlung zerstört wurde, zum Erliegen.

Trotz des ungebrochenen Sammeleifers von Alfred Peth dauerte es noch eine ganze Weile, ehe er sich schließlich seinem eigentlich nahe liegenden Spezialgebiet zuwandte. Denn er engagierte sich nicht nur schon früh bei den Heimatfreunden, die das Museum unterhalb der Felsenkirche betreiben, sondern er interessierte sich auch schon seit seiner Jugend für Mineralien, hatte sogar geplant, Mineralogie zu studieren, ehe er sich zur Fortführung des Familienunterunternehmens, des Textilhauses Treibs, entschloss. Die Initialzündung kam 1974, als der Sammler Johann C. von Soeren aus Erlangen Teile seiner Sammlung unter dem Motto "Mineralien und Edelsteine" im Obersteiner Museum zeigte. Das weckte den Ehrgeiz bei Alfred Peth, und schon bald hatte er eine stattliche Sammlung aufgebaut, die wohl zumindest von "europäischem Rang" sein dürfte, und die Peth sogar schon die Silberne Ehrennadel des Bundes Deutscher Philatelisten eingbrachte.

Vom Hochwasser vernichtet

Eine bedeutend kleinere Sammlung hatte Peth auch für das Museum angelegt, die in den Kellerräumen des Museums untergebracht war. Nachdem diese durch das "Jahrhunderthochwasser" 1981 vernichtet wurde, stiftete Peth seine eigene Sammlung dem Museum. Dort war sie bis zum Beginn dieses Jahres in einem eigenen Raum mit acht großen Vitrinen untergebracht.

Nachdem der Raum durch Umstrukturierungen des Museums anderweitig benötigt wurde, entschloss man sich beim Deutschen Edelsteinmuseum die Kollegen aus Oberstein zu bitten, ihnen die Sammlung für eine Sonderausstellung zur Verfügung zu stellen. Nach deren Einwilligung entwickelten die Mitglieder des Kuratoriums Dieter Stark, Rudolf Dröschel und Manfred Wild allerdings eine eigenständige Konzeption, die Briefmarken zu präsentieren. In der "guten Stube" des Museums, dem Kellergewölbe für die Sonderausstellungen, ergänzte man die Marken um Stücke der jeweils abgebildeten Edelsteine und Minerale. "Das war wesentlich mühsamer, als wir zunächst dachten", berichtet Rudolf Dröschel. "Denn Idar-Oberstein ist zwar nach wie vor die Stadt der Edelsteine, aber die auf den Marken abgebildeten Minerale, darunter ziemlich exotische, waren teilweise nur unter großen Mühen zu beschaffen."

Mühsame Beschaffung

Es ist vor allem dem Fundus und den Verbindungen des Mineraliensammlers Dieter Stark zu verdanken, dass das ehrgeizige Vorhaben Erfolg hatte - immerhin sind jetzt fast 400 Mineralien und Edelsteine sowie einige "Artverwandte" wie Perlen, Bernstein, Korallen oder edle Metalle jetzt nicht nur auf Briefmarken zu bestaunen, sondern auch "in natura", darunter teilweise auch in geschliffener Form oder zum Objekt verarbeitet. "Die Sammlung hat durch diese Form der Präsentation ungeheuer gewonnen", freut sich nicht nur Alfred Peth, sondern auch Rudolf Dröschel ist begeistert: "Das ist weitaus mehr als nur eine Zwischenlösung, um die Zeit zwischen unseren Sonderausstellungen zu überbrücken. Das ist eine echte zusätzliche Attraktion für das Edelsteinmuseum," ist er felsenfest überzeugt.
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