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Pressespiegel - The Museum in the media

 

Nahe-Zeitung, Idar-Oberstein, 25.08.2004

Launische Natur als Malerin

Besonders interessieren Achate mit "bildlichen Darstellungen" bei der Schau im Edelsteinmuseum

Viel Beachtung nicht nur bei den zahlreichen Achatliebhabern findet die derzeitige Sonderausstellung "Achat und Jaspis", die derzeit im Deutschen Edelsteinmuseum zu sehen ist. Begehrte Sammelstücke, denen in der Schau eine besondere Vitrine gewidmet ist, sind Achate, auf denen man - mit etwas mehr oder weniger Phantasie - bildliche Darstellungen erkennen kann.

IDAR-OBERSTEIN. "Das ist richtiges Museumswetter", kann mit der neuen Museumsleiterin Ute Georg auch jemand dem trüben und regnerischen Tag etwas abgewinnen, denn das derzeitige Schmuddelwetter begünstigt zumindest die Besucherzahlen in den Museen. Im malerischen Purper-Schlösschen ist daher auch unter der Woche viel Betrieb, und zu den besonderen Attraktionen gehört im Moment die Sonderausstellung "Achat und Jaspis" im Kellergewölbe des Hauses.

Großes Interesse findet bei Besuchern, vor allem jüngeren, eine Vitrine, in der Rudolf Dröschel und Rainer Hoffmann-Rothe, die die Ausstellung konzipiert und zusammengestellt haben, Achate mit "bildlichen Darstellungen". Da werden auf der Achatscheibe durch die Launen der Natur "gemalte" Tauben, Grillen, Jungen- und Clownsköpfe, Gespenster oder auch der Umriss Italiens sichtbar.

Bei vielen Sammlern sind gerade solche Stücke sehr begehrt, und so hilft natürlich auch der intensive und phantasievolle Blick des Liebhabers bei der Entdeckung dieser Besonderheiten. Allerdings regen auch die sehr variationsreichen Zeichnungen unserer heimischen Steine, die sich ja zudem noch durch eine besondere Farbenpracht auszeichnen, auch in besonderer Weise die Phantasie des Betrachters an. Und so vermag der Besucher auch noch auf etlichen anderen Steinen "Bilder" zu entdecken. Etwa einen Delfin, einen Pottwal, diverse Vögel, die verschiedensten Gesichter und auf einem der Achate erkennt der bibelfeste Mineralienfreund sogar den Heiligen Sebastian, den berühmten Märtyrer.

"Manchmal kostet es etwas Mühe, die Figuren zu erkennen, aber wenn man es erst mal geschafft hat, kann man den Stein gar nicht mehr anders sehen", schmunzelt Ausstellungsmacher Rudolf Dröschel. Geordnet wurden die mehr als 500 Exponate allerdings nach handfesteren Kriterien, nämlich nach ihren Fundorten, die bis auf einige wenige "Ausreißer" vom Fischbachtal im Osten bis nach Freisen im Westen reichen. Neben den Steinen sind in der Ausstellung auch eine Reihe von Gegenständen aus Achat und Jaspis zu sehen, darunter auch kunstvolle historische Arbeiten, die dazu beitrugen, den Ruf der hiesigen Edelsteinindustrie zu begründen. (jst)

Die Sonderausstellung "Achat und Jaspis" ist noch bis zum 28. November im Kellergewölbe des Deutschen Edelsteinmuseums zu sehen.
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