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Pressespiegel - The Museum in the media

 

Nahe-Zeitung, Idar-Oberstein, 02.08.2004

Formen und Farben regen Fantasie an

Sonderausstellung präsentiert Achat- und Jaspisfunde der Edelsteinregion

Vor fast 200 Gästen wurde im Hof des Museums die achte Sonderausstellung des Deutschen Edelsteinmuseums eröffnet. Sie zeigt prächtige Achate und Jaspisse von der oberen Nahe und dokumentiert die "Wurzeln" der Edelsteinregion Idar-Oberstein. IDAR-OBERSTEIN. Blau, rot, gelb, grün - in unzähligen Farbabstufungen und Übergängen leuchten sie, die Achate und Jaspisse der Nahe-Region, die im Kellergewölbe des Deutschen Edelsteinmuseums als achte Sonderausstellung zu sehen sind. Parallel gebändert, sternförmig, blockig gemustert, gepunktet, mit Verästelungen, symmetrisch, blasig, floral geschwungen zeigen sich die glänzenden, geschliffenen Schauseiten der Steine.

Ihre Formen und Farben erfreuen das Auge und regen die Fantasie an. "Bilder in Stein" ist gar eine der Vitrinen benannt, in der besonders figürliche Steinmuster versammelt sind: Eine Grille etwa ist da zu erkennen, ein Taubenpaar, ein Gespenst, ein roter Kussmund, ein Seepferdchen und Daisy und Donald Duck vor der Hochzeitsnacht...

Leihgeber sind wichtig

550 Exponate von 35 Fund punkten - so Professor Dr. Hermann Bank in seinem Einführungsvortrag - sind in dieser Ausstellung zu sehen. 50 Leihgeber - darunter auch das Frankfurter Senckenberg- Museum - sind daran beteiligt. In drei Räumen, die den Regionen Idar-Oberstein, Baumholder und Freisen entsprechen, werden in 22 Vitrinen die farbprächtigen Achat- und Jaspis-Kabinettsteine sowie die vorwiegend aus Jaspis hergestellten Dosen, Schalen, Humpen und Aschenbecher präsentiert.

Eine Fundortkarte der Edelstein-Region mit 151 Fundpunkten, von denen 132 namentlich gekennzeichnet sind, ist erhältlich. Auch ein Katalog, ein 88-seitiges "Buch zur Sonderausstellung", mit 54 brillanten Farbaufnahmen und mit Begleittexten von Rudolf Dröschel und Rainer Hoffmann-Rothe, die auch für die Ausstellung verantwortlich zeichnen, liegt auf.

Zu Recht charakterisierte Dieter Hahn, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Deutsches Edelsteinmuseum, in seiner Begrüßung die "Pracht und Vielfalt der Exponate" als "Wunder der Natur".

"Der Achat ist der größte Verwandlungskünstler unter den Edelsteinen", sagte Oberbürgermeister Hans Jürgen Machwirth. Die Ausstellung wertete er als weiteren wertvollen Beitrag zur Aktion "Idar-Oberstein leuchtet" und als Stärkung des "Markenzeichens" der Stadt, zu der unbedingt auch die Erhaltung der Fachhochschule für Schmuck- und Edelsteindesign gehöre.

Informativ und detailliert führte Professor Dr. Hermann Bank in Genese, Fund- und Abbaugeschichte der Achate und Jaspisse und die Entwicklung des seit mehr als 500 Jahren bestehenden heimischen Edelsteingewerbes ein. Auch er schloss - in Form eines Plinius-Zitats - mit einem Lob der Steine: "Die ganze Majestät der Natur ist in den Edelsteinen auf kleinstem Raum zusammengedrängt, und ein einziger genügt, um darin das Meisterwerk der Schöpfung zu erkennen." (ed)

Die Sonderausstellung "Achat und Jaspis" ist noch bis zum 28. November im Kellergewölbe des Edelsteinmuseums zu sehen.
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