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Pressespiegel - The Museum in the media
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Nahe-Zeitung, Idar-Oberstein, 28.07.2004
Sammler öffneten Schatzkammern
Hochwertig bestückte Sonderschau "Achat und Jaspis" im Edelsteinmuseum ist ab Samstag geöffnet - Ursprung der Industrie
Der Ursprung der heimischen Edelsteinindustrie liegt in den Achat- und Jaspisvorkommen der Region. Eine Sonderausstellung im Kellergewölbe des Deutschen Edelsteinmuseums zeigt vom 31. Juli bis 28. November die Vielfalt und Schönheit dieser heimischen Minerale.
IDAR-OBERSTEIN. Wenn auch nach offizieller Geschichtsschreibung mit dem Ende der kommerziellen Ausbeutung des Steinkaulenbergs um 1830 auch das Ende der Region als wichtiger Rohstofflieferant für die Edelsteinindustrie gekommen war, so hat es auch danach zumindest in Nischen immer wieder und weiter die Edelsteinsuche in der Region gegeben. "Nach dem Krieg waren die Rohsteine sehr knapp", berichtet etwa Rudolf Dröschel, der gemeinsam mit dem Achatsammler Rainer Hoffmann-Rothe die Sonderschau zusammenstellt. "Da haben sich die Steinbrucharbeiter ihr Zigarettengeld damit verdient, dass sie den Schleifern die Achate und Jaspise verkauft haben, die sie bei der Arbeit so nebenbei und mehr oder weniger zufällig fanden."
Die Achat- und Jaspisvorkommen ziehen sich von Freisen und Oberkirchen über das Gelände des Truppenübungsplatzes bis nach Idar-Oberstein, das Fischbachtal, und vereinzelt werden auch noch in der Region Bad Kreuznach Achate gefunden. Rund 200 historische und aktuelle Fundstellen haben Dröschel und Hoffmann-Rothe in einer Karte verzeichnet, die dem Ausstellungskatalog beiliegen, aber auch separat erhältlich sein wird. "Es gibt etliche lokal sehr eng begrenzte Fundstellen, die manchmal deutlich weniger als hundert Quadratmeter umfassen und trotzdem eine sehr markante farbliche Charakteristik besitzen", erklärt Hoffmann-Rothe.
"Das wird wahrscheinlich die umfassendste und am hochwertigsten bestückte Ausstellung mit Achaten aus der Region sein, die es bislang gegeben hat", meint Dröschel mit Blick auf die rund 500 Steine, für die nicht nur viele Sammler ihre Schätze zur Verfügung stellen, sondern auch etliche Museen ausgewählte Stücke beisteuern. Geordnet werden die Steine im Wesentlichen nach Fundstellen sein, wobei es aber darüberhinaus noch einige Spezialvitrinen geben wird, etwa mit "Bilder- Achaten" oder einigen besonders ausgesuchten Stücken.
Gemeinsam mit dem Katalog, der unter anderem Beiträge zur besonderen Geologie, aber auch zur Geschichte des Achatabbaus der Region enthalten wird, umfasst die Ausstellung, so die Überzeugung der beiden "Macher", wohl die bislang umfassendste Aufarbeitung der hiesigen Achatvorkommen. "Weniger eingegangen sind wir im Rahmen der Ausstellung auf den Jaspis, obwohl der wegen seiner besseren Verwertbarkeit wirtschaftlich gesehen sicher wichtiger war", erklärt Dröschel. "Allerdings ist von seinen ästhetischen Qualitäten her der Achat der weitaus interessantere Stein." (jst)
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Deutsches Edelsteinmuseum - Hauptstraße 118 - 55743 Idar-Oberstein
Tel.: (+49) 06781-90 09 80 - Fax: (+49) 06781-94 42 66 - e-mail: info@edelsteinmuseum.de
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