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Pressespiegel - The Museum in the media
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Nahe-Zeitung, Idar-Oberstein, 18.05.2004
Schmuck voll Zauber und Erotik
Ausstellung mit Arbeiten des Goldschmieds Günter Krauss im Edelsteinmuseum eröffnet - Eindrucksvolle Kunstfotos
Mit der Veranstaltung FormDiskurs ist das diesjährige Kulturfestival "Idar-Oberstein leuchtet" mit der deutlichen Schwerpunktsetzung Schmuck und Edelsteine gestartet. Neben einer Diskussion über die Zukunft des FH-Fachbereiches (wir berichteten) und der Vorstellung des Munsteiner-Buches "Reflexionen in Stein" (siehe Seite 20) standen die sehr gegensätzlichen Ausstellungen mit Schmuck der weltbekannten Designer Ruudt Peters und Günter Krauss im Mittelpunkt.
IDAR-OBERSTEIN. "Vor 30 Jahren fand Günter Krauss in Idar-Oberstein eine Onyxplatte, die jemand weggegworfen hatte. Er hob sie auf und hat daraus sein erstes Schmuckstück aus Stein gemacht. Vielleicht hat so in grauer Vorzeit auch einmal der Mythos Stein begonnen. Ein Mensch hat irgendwo einen Stein der ihm besonders auffiel, aufgehoben und hat versucht, ihn zu deuten." Diese kleine Episode gab Willi Lindemann den Besuchern mit auf den Weg, ehe sie sich im Kellergeschoss des Deutschen Edelsteinmuseums von dem Zauber, der Faszination, aber auch der Sinnenfreude, Heiterkeit und Ironie des Schmuckes von Günter Krauss hingeben konnten.
Ob schwere Ketten und Armreifen aus Korallen, in Gold gefasst oder üppig mit Brillanten dekoriert, "schadhafte" Aquamarinscheiben in einem Platinhalsband, Ringe mit opulenten und aufwendig facettierten Steine, comic-hafte erotische Figürchen aus edelsten Materialien, oder eben jenen Halsschmuck mit der erwähnten Onyxplatte: Immer zielen die Stücke direkt in die Seele des Betrachters, machen buchstäblich Lust auf Schmuck - was nicht zuletzt den begehrlichen Blicken der weiblichen Besucher abzulesen war, die am liebsten sogleich die Vitrinen geöffnet und anprobiert hätten. Fast immer steht bei Krauss die ursprüngliche Qualität des Materials im Mittelpunkt, egal ob hochkarätiger Edelstein oder derbe Eisenkette.
"Günter Krauss ist einer der international bedeutendsten Goldschmiede unserer Zeit", sparte auch der Laudator Reinhold Ludwig, Mitglied der Chefredaktion einiger wichtiger Branchen-Magazine, nicht mit Superlativen. Krauss komme das große Verdienst zu, so Ludwig, dem Schmuck seinen Mythos zurückgegeben zu haben, sich wieder auf die Magie der Materialien eingelassen zu haben und für sie "zauberhafte und bedeutungsvolle" Darstellungsformen gefunden zu haben. "Sein Schmuck ist nicht modisch designed, sondern archaisch und kraftvoll", fasste Ludwig seine Ausführungen zusammen.
Kaum weniger eindrucksvoll als die Schmuckstücke selbst und künstlerisch eigenständige Werke sind die Fotos, die Hella Krauss von den Arbeiten ihres Mannes ausgestellt hat. Aufgenommen mit einer Großformat-Polaroid- Kamera ist jedes Bild ein Unikat. Ähnlich wie ihr Mann beweist auch Hella Krauss nicht nur einen sinnlich-erotischen Zugang zu Magie und Mythos des Schmucks, wobei sie Aspekte wie Geheimnis und Flüchtigkeit immer wieder geschickt in ihrer Bildersprache thematisert, sondern auch ein feines Gespür für ironische Zwischentöne. Tatsächlich hat die "Marketingfachfrau für den Schmuck ihres Mannes", wie Oberbürgermeister Hans Jürgen Machwirth bei seiner Begrüßung des zahlreich erschienenen Eröffnungs-Publikums bemerkte, mit ihren Fotos "ein völlig neues Konzept erfunden, diesen Schmuck darzustellen". Jörg Staiber
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Tel.: (+49) 06781-90 09 80 - Fax: (+49) 06781-94 42 66 - e-mail: info@edelsteinmuseum.de
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