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Pressespiegel - The Museum in the media

 

Nahe-Zeitung, Idar-Oberstein, 19.02.2000

Schmetterling und Katzenauge

Sonderausstellung "Turmalin 2000" im Deutschen Edelsteinmuseum eröffnet - Kunsthandwerk und "natürliche Skulpturen"

"Turmalin 2000" - die gestern Abend im Deutschen Edel~steinmuseum eröffnete Sonderschau zeigt die faszinierende Vielfalt der "Edelsteine des Regenbogens".

IDAR-OBERSTEIN. Champagner zur Begrüßung: Einladend liegt die Flasche im goldenen Kübel mit Eiswürfeln. Doch Pech für den Gourmet: Die Flasche ist nur wenige Zentimeter groß und - aus grünem Turmalin. Selbst die Eiswürfel sind edel - aus Bergkristall.

Die Champagnerflasche ist nur eines von vielen exklusiven Ausstellungsstücken, die seit heute in der Sonderschau "Turmalin 2000" im Deutschen Edelsteinmuseum zu sehen sind. "So etwas kann man nur in Idar-Oberstein zustande bringen", ist der Mineraloge Dr. Joachim Zang, Mitglied im Kuratorium des Edelsteinmuseums, überzeugt. "Denn nirgendwo sonst auf der Welt gibt es bei Händlern, Sammlern und Schmuckherstellern eine derartige Fülle ungewöhnlicher Stücke."

Der Turmalinexperte war auch federführend bei der Zusammenstellung der Sonderschau, in der die Farbenpracht dieses in vieler Hinsicht immer noch rätselhaften Steines in immer wieder neuen Varianten gezeigt wird: von neongrünen Paraiba-Turmaline aus Brasilien, die teurer als Diamanten gehandelt werden, über die erst vor wenigen Jahren entdeckten rosaroten Steine aus Nigeria bis hin zu leuchtend blauen oder tiefschwarzen Fundstücken. Und natürlich nicht zu vergessen die in sich mehrfarbigen Steine mit zerfließenden Übergängen oder zu "Katzenaugen" geschliffene Turmaline.

Natürlich fehlen in der Schmuckstadt auch nicht die kunsthandwerklichen Kabinettstückchen: der Laubfrosch, der aus einem Stück geschnitten wurde, die "Lady Butterfly" mit Schmetterlingsflügeln aus Turmalin, bunte Papageien oder filigrane Blumenkelche oder aber die mehrfarbigen Parfum-Flakons, bei denen jeder für sich so einmalig ist wie der Stein, aus dem er gefertigt wurde.

Am faszinierendsten jedoch sind häufig die Fundstücke, die man so gelassen hat, wie sie aus der Erde kommen: Im Verbund mit anderen "unedlen" Gesteinen wie Glimmer oder Feldspat, aber auch mit Bergkristallen oder sogar Aquamarinen bilden die Turmaline regelrechte "natürliche Skulpturen" mit hinreißendem Farben- und Formenspiel. (jst)
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