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Pressespiegel - The Museum in the media

 

Nahe-Zeitung, Idar-Oberstein, 04.09.1999

Bäume wurden Edelsteine

Sonderausstellung des Deutschen Edelsteinmuseums wurde durch internationale Beziehungen des Kuratoriums möglich - Überreste aus der Urzeit

Versteinerte Zeugen versunkener Pflanzenwelten - Vielfalt durch Leihgaben aus der ganzen Welt

Mehr als 100 Gäste, darunter zahlreiche lokalpolitische Prominenz, kamen zur Eröffnung der Sonderausstellung "Edle Steine aus Holz" des Deutschen Edelsteinmuseums.

IDAR-OBERSTEIN. Zur Eröffnung der vierten Sonderausstellung machte man es im Deutschen Edelsteinmuseum spannend: Erst nach mehreren Reden und einem Imbiss durften die Eröffnungsgäste in die "gute Stube" der Gründerzeitvilla, das Kellergewölbe, welches für Sonderschauen reserviert ist. Die so kunstvoll angeheizten Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Mit "Edle Steine aus Holz" präsentiert das Museum eine beeindruckende Ausstellung mit versteinerten Zeugen versunkener Pflanzenwelten.

Bis zu 200 Millionen Jahre alt sind die Fundstücke, welche in einem komplizierten Vorgang der Mineralisierung von Holz zu Edelsteinen wurden. "Es wirkt schön", meinte Kuratoriumsmitglied Wolfgang Hofmeister bei seiner theoretischen, aber keineswegs trockenen Einführung in die Entstehungsgeschichte der Exponate. "Aber als Mineralogen sind wir dem Phänomen relativ hilflos ausgeliefert und haben Probleme, solche Vorgänge zu beschreiben."

In den Vitrinen sind versteinerte Überreste von urzeitlichen Pflanzen wie Riesenschachtelhalmen, Farnen, Palmen und Araucarien, aber auch von naturgeschichtlich jüngeren Arten wie Wacholder, Ahorn, Eiche oder Walnuss zu sehen. Die Mineralisierung oder "Mumifizierung", wie Hofmeister es bezeichnete, hat aus den Pflanzenteilen Edelsteine - wie etwa Achate oder Opale - gemacht, bei denen allerdings die pflanzliche Struktur bis in alle Feinheiten des Aufbaus erhalten geblieben ist.

Ein Jahr Vorbereitung

Bedingung für solche Prozesse waren in der Regel Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche, welche die Pflanzen luftdicht mit einer großen Schicht feinkörniger, mineralhaltiger Asche abgedeckten.

"Wir konnten mal wieder unsere internationalen Beziehungen spielen lassen", vermerkte der Aufsichtsratsvorsitzende des Deutschen Edelsteinmuseums, Dieter Hahn, als er den erwartungsvollen Gästen eine Ausstellung von seltener "Schönheit und Vielfalt" versprach, die erst durch viele Leihgaben aus der ganzen Welt verwirklicht werden konnte. Besonderer Dank galt dabei dem Belgier Gerard Jansen, dessen umfangreiche Sammlung Basis für die Ausstellung war. Einen Einblick in die fast einjährigen Vorbereitungen für die Ausstellung gab Kuratoriumsmitglied Joachim Zang, der auf die zahlreichen Leihgaben von privaten Sammlern und Museen hinwies.
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