 |
Pressespiegel - The Museum in the media
|
|
|
|
Nahe-Zeitung, Idar-Oberstein, 05.04.1999
Eier von 30 bis 300 000 Mark
Sonderausstellung im Edelsteinmuseum spricht ein breites Publikum vom Kind bis zum Experten an
Einen solchen Medienrummel hat Dr. Bodo Bachmeyer, seit immerhin 15 Jahren Geschäftsführer der Schmuck- und Edelsteininstitutionen, bisher noch nicht erlebt: Die Ei-Ausstellung im Gewölbe des Edelsteinmuseums übertrifft alles.
IDAR-OBERSTEIN. "Das ist ein Glücksfall", bewertet der Geschäftsführer diese Sonderschau. Und begründet auch wieso: "Sie spricht jeden an, der mit Edelsteinen auch nur ein klein bißchen anfangen kann." Diese Einschätzung bestätigt Manfred Wild, der den Ei-Knüller gemeinsam mit Dieter Jerusalem ausgebrütet hat. Ob kleines Mädchen, Oma oder Fachmann aus der Branche: Sie alle sind von den mehr als 1000 Exponaten im Wert von 30 bis 300 000 (!) Mark begeistert. "Das gelingt sehr selten. Ein größeres Kompliment kann es nicht geben", sagt Wild.
Selbst die hochkarätige Ausstellung mit ausgewählten Steinschneide-Stücken aus dem Grünen Gewölbe in Dresden, mit der das Gewölbe im April vergangenen Jahres eingeweiht wurde, konnte da nicht mithalten: Sie war kunsthistorisch bedeutsam, aber fürs breite Publikum längst nicht so spektakulär wie die Eier-Sammlung, die zweite Sonderschau im umgebauten Keller des Museums, in das 1998 insgesamt rund 85 000 zahlende Besucher strömten.
Bis Mitte der Woche wurde sie bereits von mehr als 4700 Besuchern bewundert. Und das, obwohl die Touristensaison erst im Mai beginnt. Der März beispielsweise ist normalerweise ein sehr ruhiger Monat. An den kommenden Feiertagen indes hat man sich im Museum auf einen großen Ansturm eingestellt.
Auch für die Medien waren die Edelstein-Eier zu Ostern ein gefundenes Fressen. "Die Fotos werden uns aus den Händen gerissen", zitiert Manfred Wild einen Fotografen der Deutschen Presse-Agentur (Dpa), die bundesweit nahezu alle Zeitungen und Zeitschriften beliefert. Selbst große überregionale Tageszeitungen wie FAZ, Frankfurter Rundschau oder Süddeutsche Zeitung berichteten über die Eier in Idar-Oberstein.
Teures Singvogel-Ei
Mit der Ausstellung haben die Verantwortlichen allerdings auch Maßstäbe gesetzt: "Ein solcher Erfolg läßt sich kaum wiederholen", glaubt Bodo Bachmeyer. An Ideen mangelt es dennoch nicht: So ist unter anderem eine Ausstellung zum Thema "Versteinertes Holz" vorgesehen. "Das Ei" indes ist wie ein warmer Regen: "Dadurch kommt natürlich auch Geld in die Kasse, das wir gut gebrauchen können", freut sich Geschäftsführer Bachmeyer. Schließlich muß noch das Darlehen abbezahlt werden, das für den Umbau des Gewölbes aufgenommen werden mußte. "Aber", so sagt er nicht ohne Stolz, "wir tragen uns als eines der wenigen Museen in Deutschland selbst".
Die wertvollsten Stücke der noch bis 8. Mai laufenden Ausstellung sind das Maiglöckchen-Ei und das Singvogel-Ei mit einem Verkaufspreis von jeweils rund 300 000 Mark. Aber eine Sammlung von Eiern aus verschiedenen Edelsteinen können sich nicht nur Millionäre leisten. "Das ist für fast jeden erschwinglich", sagt Bodo Bachmeyer mit Blick auf die billigsten Eier, die ab 30 Mark zu haben sind. Nach oben gibt's dann je nach Geldbeutel kaum Grenzen.
| |
|
Zurück / Previous Page
|
|
|
Deutsches Edelsteinmuseum - Hauptstraße 118 - 55743 Idar-Oberstein
Tel.: (+49) 06781-90 09 80 - Fax: (+49) 06781-94 42 66 - e-mail: info@edelsteinmuseum.de
|