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Pressespiegel - The Museum in the media
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Nahe-Zeitung, Idar-Oberstein, 28.05.2001
Sonderausstellung im Edelsteinmuseum zeigt bis 1. Juli Tradition und Vielfalt heimischer Industrie
Konzentrat eines Gewerbes
Anlässlich des Treffens der Präsidenten der Diamantbörsen in Idar-Oberstein hat das Deutsche Edelsteinmuseum eine Sonderausstellung vorbereitet, in der die Tradition und Vielfalt der Edelsteine verarbeitenden Berufe der Region dokumentiert wird. Ab Montag ist die Schau im Kellergewölbe des Museums auch dem Publikum zugänglich.
 Manfred Wild hat mit seinen Kuratoriumskollegen eine faszinierende Ausstellung zur Edelsteinindustrie konzipiert.
IDAR-OBERSTEIN. Soll der Besucher gleich mit einem guten Schluck begrüßt werden? Ein durchschimmerndes Bierfässchen mit goldenem Zapfhahn gleich in der ersten Vitrine macht Durst auf ein kühles Blondes. Allerdings: Wer sich aus diesem Fass ein Bier zapfen will, kann sich sicher auch Champagner leisten, denn es ist ein ungewöhnliches Meisterwerk der Schleifkunst - es wurde aus einem Bergkristall gefertigt.
Solche Kabinettstückchen heimischer Handwerkskunst sind gleich im Dutzend auf der Ausstellung zu sehen. Vor allen geht es aber darum, den illustren Gästen aus der ganzen Welt, die an diesem Wochenende in die Schmuckstadt gekommen sind, zu zeigen, wie breit das Spektrum der Edelsteinverarbeitung hier ist. Daher beschränkt sich die Auswahl nicht auf Schmuck und Kunstgegenstände, sondern umfasst auch gewerbliche und industrielle Nutzungen von natürlichen wie synthetischen Edelsteinen.
Dokumentiert wird, wie sich das Handwerk ausgehend von der Achatschleiferei immer weiter ausdifferenzierte und neue Berufsgruppen, wie die Graveure, die Facettierer, die Lapidäre und die Diamantschleifer hinzu kamen. Nicht nur die Resultate der Arbeit sind zu sehen, sondern auch historische Werkzeuge und alte Bücher, Fotos, Amtsblätter oder Rechnungen.
Die Schau ist kompakt und übersichtlich aufgebaut, wobei Raritäten dabei sind, die wohl auch Kenner der Materie in der Form noch nie gesehen haben. So zeigt etwa eine Vitrine eine Kollektion von Glanzstücken eines aussterbenden Handwerks: Von der Rückseite gravierte und kolorierte Bergkristalle, in denen die natürlichen Einschlüsse auf meisterhafte Weise mit Gravur und Farbe verbunden sind, so dass sich die Illusion völliger Plastizität herstellt.
Eine andere Vitrine zeigt nicht nur eine Nachbildung des Cullinan-Diamanten, des mit rund 3100 Karat größten je gefundenen Diamanten, sondern an Hand von weiteren Duplikaten auch die Stufen seiner Verarbeitung bis hin zu den wichtigsten der rund 90 Steine, die aus dem Cullinan schließlich entstanden sind.
Ursprünglich wollte man die Schau lediglich für die Präsidenten der Diamantbörsen zusammenstellen, aber zum Glück entschloss sich das Kuratorium des Museums dann aber, sie bis zum 1. Juli auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Denn in so konzentrierter Form dürfte man die Vielfalt und Meisterschaft der heimischen Industrie wohl kaum jemals wieder präsentiert bekommen.
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Deutsches Edelsteinmuseum - Hauptstraße 118 - 55743 Idar-Oberstein
Tel.: (+49) 06781-90 09 80 - Fax: (+49) 06781-94 42 66 - e-mail: info@edelsteinmuseum.de
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