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Pressespiegel - The Museum in the media

 

Nahe-Zeitung, Idar-Oberstein, 01.10.1998

Sonderschau macht auch die alten Wurzeln sichtbar

Direktor Dirk Syndram: "Jetzt hat auch Idar-Oberstein sein Gewölbe"

"Jetzt hat auch Idar-Oberstein sein Gewölbe", meinte Dr. Dirk Syndram, der Direktor des Grünen Gewölbes In Dresden, gestern nachmittag bei der Eröffnung der Sonderausstellung in den ebenso liebevoll wie sorgfältig ausgebauten Kellerräumen des Edelsteinmuseums.

IDAR-OBERSTEIN. Dieses Gewölbe sei allerdings nicht grün wie das in Dresden, sondern passend zu Idar-Oberstein eher achatfarben. Ein besonderes Kompliment gab's vom Direktor für Manfred Wild, der die Ausstellung bewundernswert genau konzipiert habe.
Ministerpräsident Kurt Beck, der sich mit seinem verhinderten Kollegen aus Sachsen, Kurt Biedenkopf, die Schirmherrschaft teilt, kam zwar ein paar Minuten zu spät. Aber dafür traf ein wichtiges Fax aus dem Wirtschaftsministerium pünktlich ein: Es enthielt „die äußerst angenehme Zusage", so Dieter Hahn, Aufsichtsratsvorsitzender der Museumsstiftung, daß weitere 120 000 Mark für die inklusive der Sonderschau rund 600 000 Mark teure Restaurierung des Gewölbes fließen. Das Land greift der Stiftung mit nunmehr insgesamt 200 000 Mark unter die Arme.
Die Ausstellung in diesem einmaligen Museum, das er als attraktives Schaufenster der Branche bezeichnete, ist für Beck ein deutliches Zeichen, dass Deutschland auch in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht zusammenwachse. Der Mensch brauche solch schöne Dinge wie die gezeigten Kunstwerke als Anregung für Geist und Seele.

"Ein ganz großer Wurf"

„Damit ist ein ganz großer Wurf gelungen“, bewertete Dieter Hahn die Ausstellung in dem Gewölbe, das nur durch den besonderen Einsatz einzelner, allen voran die Kuratoriumsmitglieder Dr. Joachim Zang, Rudolf Dröschel und Manfred Wild, zu einem solchen Schmuckstück geworden sei. Dresden und Idar-Oberstein verbinde eine gemeinsame Tradition im Edelstein- und Schmuckbereich. Das wird auch dadurch deutlich, dass bei einigen Exponaten Steine aus dem Hunsrück verarbeitet wurden. Daraus habe sich diese Präsentation nach ersten Kontakten im Jahr 1986, die nach der deutschen Einheit wiederbelebt wurden, fast von selbst ergeben.
Dazu gehört auch ein sehr aufwendig und ansprechend gestalteter Katalog, der nicht nur alle durchweg im 16. bis 18. Jahrhundert entstandenen Exponate vorstellt, sondern auch deren kunsthistorischen Hintergrund beleuchtet. Zudem wird nicht nur die künstlerische, sondern auch die technische Leistung verdeutlicht: Wie schafften es die damaligen Steinbearbeiter mit ihren vergleichsweise bescheidenen Mitteln, große Steinblöcke zu zerschneiden?
Die erste Sonderausstellung außerhalb des Grünen Gewölbes „ist in höchstem Masse ästhetisch“, zeigte sich auch Dr. Jutta Kappel, wissenschaftliche Leiterin dieses Projekts, begeistert. Auf ein solches Gewölbe wären auch große internationale Museen sehr stolz, pflichtete ihr Direktor Syndram bei einer Pressekonferenz gestern morgen bei. Manfred Wild schließlich freut sich besonders darüber, dass diese Ausstellung „auch die alten Wurzeln unserer 500 Jahre alten Idar-Obersteiner Edelsteinindustrie sichtbar macht.
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