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Pressespiegel - The Museum in the media
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Rhein-Zeitung, 01.08.2003
Deutsches Edelsteinmuseum erinnert an die Zeit der Bachschleifen
Pioniere am Stein
Wasser treibende Kraft
IDAR-OBERSTEIN. Ohne Wasser kann der Mensch nicht existieren. Ohne Wasser wäre auch Idar-Oberstein nicht die Edelsteinmetropole Deutschlands. Ein heute eher unscheinbarer Bachlauf ermöglichte es vor mehr als 200 Jahren, die Kunst des Steineschleifens mit primitiven Mitteln auf Weltniveau zu bringen. Die höchst detailreiche Sonderausstellung "Wasserkraft und Edelstein" vermittelt im Deutschen Edelsteinmuseum in Idar einen Eindruck vom Leben und Schaffen dieser Pioniere am Sandstein.
Fast 60 Stein-Schleifen haben Historiker am Idarbach zwischen Allenbach und Oberstein ausgemacht, dem einst betriebsreichsten Wasserlauf in Deutschland. Wasserreichtum, ideales Gefälle und ein ausgeklügeltes Kanalsystem machten das möglich. Nur noch eine von ihnen ist als Schauobjekt für Touristen intakt: die Weiherschleife.
An die Glanzzeiten, als Edelsteine aus Idar-Oberstein nicht nur in Paris, London und New York begehrt waren, sondern auch "Neger-Geld" für Afrika und "Tikis" für die neuseeländischen Maori ebenso wie Handsiegel, Führungsringe für Angelruten oder Flintensteine für Steinschlossgewehre tonnenweise am Idarbach produziert wurden, erinnert die Sonderschau. Manfred Wild und Dieter Jerusalem haben dabei nicht nur schier unglaubliche Unikate zusammengetragen, sondern auch längst vergessene Bachschleifer wie den Tiefensteiner Albert Eli aus dem Dunkel der Industriegeschichte geholt. Der war der vielleicht beste aller Schalenschleifer, seine Stücke waren hauchdünn. Trotzdem erging es Eli wie den meisten seiner Zunftkollegen: Er starb verarmt und vom Alkohol gezeichnet. Nur noch ganz wenige seiner Arbeiten sind erhalten.
Die Ausstellung zeigt aber auch, wie gewiefte Unternehmer angesichts der dichtgedrängten Konkurrenz - Schleifer und Edelsteinhändler wohnten und wohnen noch heute Haustür an Haustür - schon früh Nischen suchten und fanden. Wie etwa die Firma Peter Wagner aus Kirschweiler, die zu den Pionieren der technischen Nutzung von Quarzkristallen gehörte. An den Telefonen und Radiogeräten von Siemens und Loewe Opta hatte die Firma großen Anteil - nur weiß das heute kaum noch jemand.(sc)
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Deutsches Edelsteinmuseum - Hauptstraße 118 - 55743 Idar-Oberstein
Tel.: (+49) 06781-90 09 80 - Fax: (+49) 06781-94 42 66 - e-mail: info@edelsteinmuseum.de
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