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Pressespiegel - The Museum in the media
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Nahe-Zeitung, 03.08.2003
Jubiläumsausstellung im Deutschen Edelsteinmuseum erinnert an die Anfangszeiten der Schleiferei
Die "Pioniere am Sandstein"
Mit einer bemerkenswerten Sonder-Ausstellung feiert das Deutsche Edelsteinmuseum in Idar seinen 30. Geburtstag: Manfred Wild und Dieter Jerusalem haben Exponate, Fotos, aber auch allerlei Anekdoten aus den Pionierzeiten der Branche zusammengetragen. Die überaus sehenswerte Ausstellung "Wasser-Kraft und Edelstein" wurde am Freitagabend eröffnet.
IDAR-OBERSTEIN. Die Ausstellungsgegenstände könnten nicht unterschiedlicher sein - Ketten und Armbänder, Broschen und Anhänger gibt es natürlich auch, aber auch Manschetten- und Hemdknöpfe, "Ranzekniewel", Tisch-Uhren, Tabakdosen aus Carneol, Handsiegel, Messer und sogar Lampenschalter aus Achat, Stockgriffe aus Bergkristall, einen Schirmgriff aus Onyx und Pfeifen aus Tigerauge. Dazu gesellen sich Originaldokumente wie Lieferscheine, Versteigerungslisten (sogar von Schleifsteinen), Annoncen und Fotos aus dieser Zeit. Was diese bunte, skurril anmutende Sammlung gemein hat? Allesamt wurden diese Exponate dereinst frei Hand (!) auf den großen, von Wasserkraft angetriebenen Sandsteinen in einer der zahlreichen Schleifmühlen des 18. und 19. Jahrhunderts geschliffen.
1973 wurde die Institution "Deutsches Edelsteinmuseum" gegründet. Doch "die Wurzeln liegen viel weiter in der Vergangenheit", erzählt Manfred Wild, der die Jubiläumsausstellung gemeinsam mit Dieter Jerusalem konzipiert hat: Schon in der 1859 gegründeten alten Gewerbehalle am Alexanderplatz in Idar und später in der neuen Gewerbehalle an der Ecke Mainzer Straße/Dr. Liesegang-Straße wurden wertvolle Exponate aus der Pionierzeit der Branche gesammelt, dokumentiert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vor 30 Jahren zog die Sammlung dann in die Börse um, seit 1995 ist sie im neuen Domizil in der Gründerzeitvilla "Purpers Schlösschen" in der Hauptstraße zu sehen.
"Zum diesjährigen Jubiläum fanden wir es angebracht, uns mit dieser Sonderausstellung bei unseren Vorfahren zu bedanken, die mit ihrem Pioniergeist, ihrem Können und ihrer Liebe zum Beruf des Edelsteinschleifers zu unserem heutigen Stellenwert in der Branche maßgeblich beigetragen haben", sagte Wild am Freitagabend bei der Eröffnung. Der Dank der beiden Initiatoren galt jenen, die das Erscheinen und den günstigen Preis des Ausstellungskatalogs mit 90 Seiten und mehr als 50 Fotos ermöglicht haben: allen voran dem Mainzer Wissenschaftsministerium, der Kreissparkasse, der Druckerei Dr. Gebhard und Hilden sowie dem Übersetzungsbüro Mediator, das die Texte des zweisprachigen Buches unentgeltlich ins Englische übertrug.
Ein besonderer Dank Wilds und Jerusalems aber ging an die Edelsteinschleiferei Erhard Löh, die 1000 Carneol- und Onyxplatten nicht nur stifteten, sondern auch schliffen. Diese zieren nun als Unikate den sehenswerten Katalogdeckel. Der zeigt ein stilisiertes Wasserrad (mit Originalstein als "Welle"), das eine Achathalskette trägt.
Stefan Conradt
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Tel.: (+49) 06781-90 09 80 - Fax: (+49) 06781-94 42 66 - e-mail: info@edelsteinmuseum.de
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