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Pressespiegel - The Museum in the media

 

Nahe-Zeitung, 25.11.2002

Teures Paket für mehr Sicherheit

Diesmal "Rubinfieber" beim Museumsabend

IDAR-OBERSTEIN. Während die Nachfrage in der Branche nach wie vor zu wünschen übrig lässt, ging es im Edelsteinmuseum alles andere als ruhig zu: Im Ausnahmejahr 2002 gab's dort gleich drei Sonderausstellungen, blickte Dieter Hahn, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung, beim Museumsabend im Börsensaal auf bewegte Monate zurück.

Viel Lob habe man dabei insbesondere für die noch bis 1. Dezember zu sehende Schau "Edelsteingravierungen im Wandel der Zeiten" geerntet. Dieses "einmalige Highlight" hatte auch Erwin Pauly mitgestaltet. Ihn und Kurt Schwinn-Arnold zeichnete Dieter Hahn mit der Ehrennadel des Museums aus. Das Thema für die Sonderausstellung 2003 steht bereits fest: Im kommenden Jahr geht es um "Wasserkraft und Edelsteine".

Im "Purpers Schlösschen" sind vorher aber noch erhebliche Investitionen in die Sicherheit fällig: Dazu gehören eine digitale Videoanlage und drei Hochsicherheitsvitrinen, die noch im Dezember aufgestellt werden sollen. Das gesamte Paket, das nach dem Diebstahl eines teuren Diamanten geschnürt werden musste, kostet nach Aussage des Vorsitzenden rund 50 000 Euro.

Die Einladung zum Museumsabend, wie immer als Dankeschön an die Leihgeber gedacht, enhielt diesmal eine dezente Ermahnung. Der Grund: Im Vorjahr waren unnötige Kosten in Höhe von rund 1500 Mark entstanden, weil 34 Gäste, die sich angemeldet hatten, dann doch nicht erschienen waren. Der Hinweis, im Falle einer Verhinderung doch bitte abzusagen, fruchtete: Diesmal blieben kaum Plätze leer.

Leckere "Dividende"

Bevor die mehr als 100 Besucher ihre leckeren "Dividenden", wie Dieter Hahn die Einladung zum Essen nannte, am opulenten Buffet abholen konnten, wurde ihnen zunächst eine besondere Vorführung geboten: Nachdem beim Museumsabend 2001 ein Film übers Diamantfieber gezeigt worden war, stand diesmal "Rubinfieber" auf dem Programm. Dr. Jeanette Erazo und ihr Mann Sylvio Heufelder, die beide Produktionen im Auftrag von ZDF und Arte konzipiert und verwirklicht haben, berichten darin sachlich, aber dennoch sehr eindringlich über den Abbau dieses kostbaren Edelsteins in den Edelsteinminen Burmas unter den wachsamen Augen des Militärs. Besonders deutlich wird dabei, wie groß die Kluft zwischen den Männern, die für wenig Lohn unter menschenunwürdigen Bedingungen nach Rubinen schürfen, und den Händlern in Bankgok ist.(kuk) 25.11.2002
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